Gute Manieren im Restaurant für Menschen mit Diabetes

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Junge Menschen mit Diabetes sind bei einem Essen im Restaurant noch unsicherer als ihre Altersgenossen: Darf ich am Tisch meinen Blutzucker messen? Oder Insulin spritzen? Was mache ich, wenn ich den Kohlenhydratgehalt von exotischen Speisen nicht richtig einschätzen kann? Oder wenn das Essen sich stundenlang hinzieht? Dabei wird gutes Benehmen immer wichtiger – sowohl im Beruf als auch im privaten Bereich.

Antworten auf diese Fragen gibt das Diabetes-Journal in seiner Juni-Ausgabe. Zusammen mit der Benimmtrainerin Andrea von Bethmann und dem Diabetesteam des Stuttgarter Olga-Hospitals erarbeiteten die Jugendlichen Regeln für einen Restaurantbesuch:

  • Den Blutzucker messen oder Insulin spritzen kann man durchaus am Tisch, allerdings möglichst diskret – so wie man sich auch möglichst unauffällig die Nase putzen oder husten sollte.
  • Beim Messen kann das Meßgerät ruhig auf dem Tisch liegen, der Finger sollte allerdings am besten unterhalb der Tischplatte über der Serviette gepiekst werden.
  • Ist die Messung oder das Spritzen beendet, läßt man die Geräte wieder vom Tisch verschwinden. Übrigens: Auch Handy oder Schlüsselbund gehören nicht auf den Tisch.
  • Beim Spritzen sollte man nicht den Oberschenkel als Spritzstelle wählen, wenn man Hosen trägt.
  • Teststreifen und Injektionsnadeln entsorgt man z. B. in einer mitgebrachten Streichholzschachtel oder einem Taschentuch. Nicht in den Aschenbecher oder gar in den Weinkühler werfen!
  • Alle Regeln haben die Jugendlichen schon in einem Gourmetrestaurant getestet. Weitere Hinweise für alle Menschen mit Diabetes, die ein Essen im Restaurant stilvoll genießen möchten, stehen in Heft 6/2006 des Diabetes-Journals.

Das Diabetes-Journal ist die Zeitschrift für alle Menschen mit Diabetes. Es berichtet über alle Neuerungen in Medizin und Gesundheitspolitik und berät die Leser bei Fragen rund um den Diabetes. Das Diabetes-Journal erscheint in einer Auflage von 80.000 Exemplaren im Kirchheim-Verlag (Mainz). Die Juni-Ausgabe gibt es ab 26. Mai zum Preis von 3,60 Euro im Zeitschriftenhandel in Bahnhöfen und Flughäfen oder über den Verlag unter der Telefonnummer 06131/960 70-62.